Nettetal am Niederrhein
Das Gebiet der Stadt Nettetal gehörte bis zur Besetzung durch französische Truppen im Jahre 1794 folgenden Territorien an:
- mit den Gemeinden Breyell und Kaldenkirchen dem Herzogtum Jülich, Amt Brüggen,
- mit den Gemeinden Hinsbeck, Leuth und Lobberich dem Herzogtum Geldern, Amt Krickenbeck.
Von 1794 bis 1815 gehörten im Staatsverband Frankreich die erstgenannten Gemeinden zum Kanton Bracht und die zweitgenannten zum Kanton Wankum im Roerdepartement, das seinen Verwaltungssitz in Aachen hatte.
Nach der Besitzergreifung durch die Preußen wurden im Jahr 1816 die Kreise Kempen und Geldern gebildet. Breyell, Kaldenkirchen und Lobberich kamen zum Kreis Kempen, Hinsbeck und Leuth zum Kreis Geldern. Bei der kommunalen Neuordnung kamen im Jahr 1929 auch Hinsbeck und Leuth zum Kreis Kempen. Ab 1, April 1936 bildeten die Gemeinden Kaldenkirchen und Leuth sowie Lobberich und Hinsbeck je ein Amt, während die Gemeinde Breyell mit Boisheim schon seit eh und je in Personalunion verwaltet wurde. Die 100 Jahre alte Verbindung Hinsbeck/Leuth wurde 1936 endgültig gelöst. Nach dem letzten Krieg erlangten alle Gemeinden zum Teil erst nach langwierigen Verfahren ihre volle Selbständigkeit. Durch das Gesetz zur Neugliederung des Kreises Kempen- Krefeld und der Stadt Viersen vom 16. Dezember 1969 entstand die Stadt Nettetal zum 1. Januar 1970.
Nettetal liegt im Herzen des Naturparks Maas-Schwalm-Nette in direkter Nachbarschaft zu den Niederlanden und umfasst sechs Stadtteile, die in der Regel als räumlich getrennte Siedlungsflächen (Ortschaften) bestehen. Die offizielle Homepage der Stadt Nettetal finden Sie unter www.Nettetal.de:
Stadtteile
Ihren Namen verdankt die Städtefusion Nettetal dem Flüsschen Nette, das auf einer Länge von 12,25 Kilometern die Stadt durchfließt.
Zu Nettetal gehören zwölf Seen mit einer Fläche von rund 179 Hektar. Ausgedehnte Wald- und Heideflächen mit einem großen Wanderwegenetz machen Nettetal zu einem zentralen Erholungsort im Naturparks Maas-Schwalm-Nette.
Hier die Namen der Seen, gegliedert nach den Flüsschen, von denen sie gespeist werden und die ungefähre Größe:
An der Nette
- Kleiner Breyeller See ca. 5,3 ha
- Großer Breyeller See ca. 9,2 ha
- Nettebruch ca. 13,2 ha
- Windmühlenbruch ca. 6 ha
- Ferkensbruch ca. 4,5 ha
- Kleiner de Wittsee ca. 4,5 ha
- Großer de Wittsee ca. 22,5 ha
- Schrolik ca. 15,5 ha
- Poelvennsee ca. 24,5 ha
An der Renne
- Hinsbecker Bruch ca. 37,5 ha
- Glabbacher Bruch ca. 36 ha
Am Königsbach
- Kälberweide ca. 5 ha
Nicht zuletzt die beiden staatlich anerkannten Erholungsorte Hinsbeck und Leuth unterstreichen die Bedeutung der relativ seen- und waldreichen Region als Naherholungsgebiet für den Ballungsraum Rhein-Ruhr.
Bildungseinrichtungen:
- Gesamtschule Nettetal (Breyell)
- Realschule Nettetal (Kaldenkirchen)
- Werner-Jaeger-Gymnasium (Lobberich)
- Berufskolleg Kempen (Lobberich)
- Städtische Gemeinschaftshauptschule Kaldenkirchen
- Städtische Gemeinschaftshauptschule Lobberich
- Gemeinschaftsgrundschule Lobberich
- Katholische Grundschule Lobberich
- Gemeinschaftsgrundschule Kaldenkirchen
- Katholische Grundschule Kaldenkirchen
- Gemeinschaftsgrundschule Breyell
- Lambertus-Schule - Katholische Grundschule Breyell
- Hubertusschule - Katholische Grundschule Schaag
- Katholische Grundschule Hinsbeck
- Comeniusschule Förderschule Lernen
- Katholische Grundschule Leuth
Wappen:
In Blau eine silberne (weiße) Seerose mit goldenem (gelbem) Butzen, kreisförmig umgeben von fünf goldenen (gelben) Seerosenblättern.
Im 1971 genehmigten Wappen der Stadt Nettetal symbolisieren die Seerose und die blaue Feldfarbe die Seen und den Wasserreichtum des Nettetales. Die Seerosenblätter stehen für die zur Stadt Nettetal zusammengeschlossenen Städte (Kaldenkirchen und Lobberich) und Gemeinden (Breyell, Hinsbeck und Leuth).
Hier geht es zur Langfassung des Stadtportrait der Stadt Nettetal
Portal für den Kreis Viersen, Nettetal und Venlo

